Letztes Update:
23.02.2011

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Die Steenkampsiedlung wurde zwischen 1920 und 1924 als Heimstätte für Kriegsrückkehrer errichtet. Eine Erzeugergenossenschaft, zahlreiche Läden (22), Ärzte und die Gärten sollten eine eigenständige Versorgung der hier wohnenden Bevölkerung ermöglichen. Eine optimierte Planungsweise hielt die Baukosten niedrig, so verbaute man z.B. viel Schlacke aus der benachbarten Müllverbrennungsanlage, Türen und Fenster in einheitlichen Maßen etc. Die Siedlung unterliegt heute einer Milieuschutzverordnung (um die sich leider kaum jemand schert), die den Rahmen baulicher Tätigkeiten genau eingrenzt, um ihr ursprüngliches Erscheinungsbild zu erhalten.
Das nachbarschaftliche Miteinander wird seit dem Bau der Siedlung erfolgreich durch die Heimstättervereinigung Steenkamp e.V. gefördert, die als kulturellen Mittelpunkt den zentral gelegenen Steenkampsaal dafür nutzen darf. Mittlerweile steht auch Nichtbewohnern der Siedlung die Möglichkeit offen, z.B. förderndes Mitglied bei uns zu werden.

Die Siedlungsgeschichte: Siehe Rubrik “Allgemeininfo”.

Unsere Steenkampsiedlung:

  • Am Torbogen
  • Am Quickborn
  • Bökentwiete
  • Bökenkamp
  • Hellweg
  • Rosenwinkel
  • Rüsternkamp
  • Sievertstraße
  • Stutsmoor
  • Steenkamp
  • Im Hag 1
  • Grotenkamp
  • Wichmannstraße
    bis kurz hinter Grotenkamp
  • Ebertallee
    zwischen Osdorfer Weg und Trabrennbahn
  • Osdorfer Weg
    zwischen Schuleinfahrt und Rüsternkamp

Was bedeuten die Straßennamen in der Steenkampsiedlung?

Einige der Straßen wurden, insbesondere nach der Eingliederung von Altona nach Hamburg, umbenannt. Hier einiges Wissenswerte. U.a. aus”Die Hamburger Straßennamen”, ISBN 3-8225-0421-1

Straßenname

Bedeutung / Herkunft

Am Torbogen

Nach dem Torbogen in der Straße benannt.

Am Quickborn

Abgeleitet von Born = Quelle, Brunnen oder Wasserstelle

Bökentwiete

Buchentwiete, Twiete = kleiner Verbindungsweg zwischen den Straßen

Bökenkamp

Flurname. Bökenkamp = Buchenkamp. Früher: Sandkamp (sandiges Feld)

Grotenkamp

Großes Feld

Hellkamp

Abschüssiges oder im Wald gelegenes Feld, das über die Straßen verläuft. Fraglich.

Im Hag

Erinnerung an ei kleines Tannenwäldchen, das hier vor der Siedlung stand

Rosenwinkel

In erster Linie durch die winklige Form der Straße. Früher: Im Winkel

Rüsternkamp

Rüster = Ulme, Kamp = Feld. Also Ulmenfeld

Sievertstraße

Nach Wilhelm Sievert, Senator in Altona von 1920 - 1933

Stutsmoor

Abgeleitet von Stod = Stute. Also eine Einfriedung für ein Gestüt mit moorigem Untergrund

Steenkamp

Steinkamp, steiniges Feld

Wichmannstraße

Nach dem Schulmann und Verfasser der Geschichte der Stadt Altona, Ernst Heinrich Wichmann. Früher: Kluckstraße

Osdorfer Weg

Der Weg ins benachbarte Osdorf

Ebertallee

Nach Friedriche Ebert, 1. Reichspräsident von 1919 bis 1929. Früher: Lauenburger Straße

Notkestraße

Nach Maler und Bildschnitzer B.Notke (1440 - 1509). Früher: Möllner Straße

Riemenschneiderstieg

Nach Bildhauer und Schnitzer Tilman Riemenschneider (1460 - 1531). Früher: Emmichstraße. Keimzelle der Steenkampsiedlung, heute leider nicht mehr dazugerhjörig.

Zur Bundesgartenschau 1911 wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben, um den Stil einer neuen Siedlung festzulegen. Der Riemenschneiderstieg bekam den Zuschlag. Jedoch verwarf man die ursprüngliche Idee und baute dann nach anderen Grundrissen. Der Riemenschneiderstieg wurde früh privatisiert und gehört leider nicht in die Grenzen der Steenkampsiedlung.

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